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Dieses Gefühl verstärkte sich dadurch, dass die mit ihm auf Einlass wartenden Otter ihn komplett ignorierten.\n\nWie kam er überhaupt auf die Idee, sich bei einem Schwimmteam anzumelden? Er war durchaus ein passabler Schwimmer und schon als kleiner Welpe hatte er sich im Wasser wohlgefühlt. In den Sommertagen war er fast jeden Tag im Freibad seiner Heimatstadt gewesen, jedoch eigentlich immer nur um Spaß zu haben, um zu tauchen und vom Beckenrand ins Wasser zu springen so dass es laut platschte. Auf Zeit mehrere Bahnen zu schwimmen kam ihm eigentlich nie in den Sinn.\n\nJe mehr Tobi darüber nachdachte, desto dämlicher kam ihm seine Idee vor, sich ausgerechnet bei einem Schwimmteam anzumelden, von dem er vorab schon wusste, dass es den Mitgliedern vornehmlich um Leistung statt um den Spaß am Schwimmen selber ging.\n\nGrade als Tobi sich entschlossen hatte, dass es wohl das Beste wäre, wenn er sich leise zurück nach Hause schleichen würde um seine Anmeldung rückgängig zu machen, kam einer der Otter direkt auf ihn zu. Er war ein wenig größer als Tobi, um die 20 rum und durch sein enges T-Shirt konnte Tobi jene Muskelgruppen erkennen, wie sie für Leistungsschwimmer typisch waren. \n\nEr selbst war eher wenig muskulös, nicht schmächtig sondern ziemlich durchschnittlich. Tobi fand jedoch, dass er durchaus gut aussehend war, was ihm auch öfters von ordinär hinter ihm her pfeifenden Wölfen bestätig wurde.\nDer Otter musterte ihn jetzt von oben nach unten. Tobi konnte in seiner Miene durchaus etwas Abschätziges ausmachen. \n„Hi, bist du der Neue?“ fragte der Otter relativ schroff.\nVerunsichert durch die raue Begrüßung, stammelte Tobi: „Ja… Hi, äh… ich bin Tobi.“\n„Hm, sonderlich sportlich siehst du ja nicht gerade aus, wollen wir mal hoffen, dass du nicht auch noch wasserscheu bist, Fuchs.“ \nLachend und ohne sich vorgestellt zu haben wandte sich der Otter wieder ab und ging als erster in das Schwimmbadgebäude, gefolgt von den anderen Ottern. Tobi blieb unsicher und mit hängenden Ohren zurück und war kurz davor, einfach wieder zurück nach Haus zugehen. Als der letzte der Otter fast schon in der Tür verschwand, drehte er sich noch einmal zu Tobi um und sagte lächelnd: „Hey! Bist du festgewachsen, Fuchs? Denk dir nichts dabei, Andrei ist immer so drauf.“ Für einen kleinen Moment lang sah er Tobi mit seinen dunkelbraunen Augen direkt an und Tobi konnte nicht anders, als ihn ein paar Sekunden länger als gewöhnlich anzuschauen.\n\nDann folgte er der Ottergruppe ins Schwimmbad, direkt zu den Umkleidekabinen, da man als Schwimmteammitglied keinen Eintritt zu bezahlen brauchte. Die Umkleidekabine, die dem Schwimmteam zugeteilt war, war natürlich eine Gruppenumkleidekabine. Da bereits alle Otter in der Umkleide verschwunden waren, fasste Tobi sich ein Herz und folgte ebenfalls in den Raum. Der Boden war mit den für Schwimmbäder üblichen kalten, rauen Kacheln verfließt, die Wände bestanden aus Schließfächern, links, rechts und in der Mitte standen Bänke, auf denen die Otter bereits anfingen, sich auszuziehen. Schell suchte sich Tobi einen noch freien Platz zwischen zwei Ottern, auf der Bank mitten im Raum. Als sich der Fuchs hinsetzte und grade anfing, seine Sportschuhe auszuziehen, standen die beiden Otter schon auf und schlossen ihre Sachen weg. Er beschäftigte sich weiter mit seinen Schuhen. Nachdem er Schuhe und Socken ausgezogen hatte, entledigte er sich seines T-Shirts. Mit einer beiläufigen Pfotenbewegung strich er sein weiches Bauchfell glatt. Dann stockte er mitten in der Bewegung. \n\nEr hatte vergessen, sich seine Badehose unter seiner normalen Hose zu ziehen. Sofort errötete er, was man glücklicherweise unter seinem dichten Fell nicht sehen konnte. Ein Blick nach vorn verriet ihm, dass die meisten Otter sich bereits fertig umgezogen hatten, da sie im Gegensatz zu ihm ihre engen Badehosen bereits zu Hause angezogen hatten. Für die sich deutlich darunter abzeichnenden Formen der Otter hatte er jetzt keinen Blick.\nTobi überlegte, dass es das Beste wäre, sich einfach weiter auszuziehen und nichts weiter anmerken zu lassen. Was war auch schon dabei? Sicher kam es auch vor, dass mal ein Otter keine Zeit hatte, sich die Badehose vorher unterzuziehen. Mit diesen Gedanken im Kopf zog der Fuchs jetzt seine Hose aus, darauf bedacht, nicht hektisch zu wirken oder sich seine Unsicherheit anmerken zu lassen. \n\nSobald er die Hose runtergezogen hatte, fühlte er sich, als würden ihn plötzlich alle Otter anstarren. Aus dem Augenwinkel meinte er sogar zu erkennen, wie Andrei, der mit zwei anderen Ottern grade die Kabine verließ, innehielt und ihn jetzt ebenfalls mit seinen Blicken durchbohrte.\n\nNur noch seine dünne pinke Unterhose verdeckte Tobis Männlichkeit und es schien, als würden die Otter nur drauf warten, dass er auch diese Hülle fallen ließ. Er fühlte sich extrem unwohl unter seinem Fell und wäre am liebsten im Boden versunken oder einfach davongerannt, aber das waren jetzt keine Optionen.\n\nObgleich Tobi seinen Striptease als extrem demütigend empfand, kribbelte es ihm auch in seinem Bauch und wäre er etwas entspannter gewesen, wäre das anfängliche Bauchkribbeln sicherlich zu ein paar schmutzigen Gedanken gut  gewesen.\n\nSo blieb ihm nichts anderes übrig, als nun auch seine Unterhose herunter zuziehen. Die Otter vor ihm hatten nun freie Sicht auf seine weiße Felltasche und die darunter hängenden Bällchen, während die hinter ihm stehenden Otter einen ausgezeichneten Blick auf sein knackiges Hinterteil hatten. Er kämpfte gegen seinen Instinkt an, seine Ohren anzulegen und den Schweif zwischen die Beine zu stecken. Als zu allem Überfluss noch einer der Otter hinter ihm einen Pfiff ausstieß, konnte sich Tobi nicht mehr beherrschen und legte instinktiv mit einem leisen Winseln seine Ohren an. \n\nIm gleichen Moment öffnete sich die Tür und der Trainer, ein gutaussehender Wolf um die 25 knurrte: „Macht mal hin, Kätzchen, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Und schlug die Tür wieder zu. Den kurzen Moment nutze Tobi, um sich schnell seine rote Badehose anzuziehen. Die Badehose hätte zwar ruhig noch eine Nummer größer ausfallen können, aber auf jeden Fall besser als nackt da zu stehen. Tobi fasste wieder Mut und eilte den Ottern hinterher, die zügig die Umkleide verließen.\n\nDas Schwimmbad war nicht sehr gut besucht, was vermutlich am Wetter lag: Jemand, der nass werden wollte, brauchte ja nur vor die Tür zu gehen. Das Schwimmerbecken war in der Mitte durch eine Kette aus rot-weißen Kugeln getrennt, sodass das Schimmteam freie Bahn hatte. Einige Hündinnen waren im Nichtschwimmerbecken damit beschäftigt, ihre lärmenden Welpen zur Ordnung zu rufen.\n\nDas Training begann mit ein paar Aufwärmübungen vor dem Beckenrand. Angeleitet von dem Wolf, den alle nur Trainer nannten und der sich Tobi gegenüber auch nicht weiter vorgestellt hatte. Bei jenen Verrenkungen, die zur Auflockerung der Muskeln und Sehnen dienen, fühlte sich Tobi erneut unwohl. Insbesonders bei einer Übung, bei der er stehend mit den Pfoten an seine Füße reichen sollte, sodass sein Hinterteil in die Luft ragte. Ein Blick nach Hinten verriet Tobi, dass auf einer Bank eine Gruppe zumeist älterer Wölfe saß, die mit schelmischen Blicken das junge Schwimmteam beäugten.\n\nNach den Dehnübungen, ging es endlich ins Wasser. Mit einem gemurmelten „300 Meter aufwärmen“ gab der Trainer scheinbar das Startsignal. Sofort sprangen die Otter in kurzen Intervallen von einem kleinen Startpodest kopfüber und formvollendet ins Wasser. Tobi war der Letzte in der Reihe, worüber er eigentlich auch ganz froh war, sodass die Otter nicht seinen mißglückten Kopfsprung sehen konnten, der gegen die graziösen Bewegungen der wassererprobten Otter mehr als plump wirkte. Der Rest des Trainings verlief unspektakulär. Es wurden mehrere Schwimmstile geübt. Die Standartstile wie Kraul-, Rücken- und Brustschwimmen beherrschte Tobi zwar, war aber offensichtlich nicht grade schnell, da er immer als letzter die Bahnen vollendete, sodass die Otter schon teils ungeduldig auf ihn warteten. Insgesamt wurden im Training fast 2 Kilometer Schwimmstrecke absolviert, mehr als Tobi je in seinem Leben am Stück geschwommen war. Demnach war er auch nach den abschließenden 100 Metern Kraulschwimmen sichtlich erschöpft.\n\nNach dem Training gab es immer eine freiwillige Runde Wasserball für alle, die sich noch nicht genug ausgetobt hatten. Tobi zog sich am Beckenrand hoch und setzte sich darauf, während die meisten Otter schon in Teams zusammenfanden.\n\nDer kräftige Otter mit den breiten Schultern, der gerade den Wasserball in den Pfoten hielt, hob diesen kurz etwas höher und Blickte fragend, zugleich aber auch herausfordernd in Tobis Richtung. Der Fuchs schüttelte den Kopf und winkte ab. Dafür hatte er keine Kraft mehr und bestimmt war er auch überhaupt nicht gut in dem Spiel.\nWährend Tobi geistesabwesend über das Becken und die spielenden Otter starrte, dachte er über die vergangene Stunde nach. Mehrmals hatte er sich gewünscht, er könne aufhören und nach Hause gehen. Vielleicht war das wirklich eine blöde Idee gewesen. Er fror ein wenig und wollte gerade aufstehen, um sich abzutrocknen, da legte sich ihm eine warme Pfote auf die Schulter.\n\n„Tobi, richtig?“ sagte jemand neben ihm.\n„Mh?“\nDer Fuchs schaute nach oben und erkannte den Otter mit den ruhigen, dunklen Augen. Dieser setzte sich neben Tobi auf den Beckenrand und warf einen Blick auf die große Uhr an der gegenüberliegenden Wand.\n„Hab noch nicht viele Füchse schwimmen sehen. Du warst nicht schlecht, schätze ich“, lächelte er und schaute dabei an die Decke.\n„Danke. Ich… bin immer gern geschwommen“, meinte Tobi verlegen und schluckte dabei. Warum klang seine Stimme so merkwürdig? Weil er seit einer halben Stunde nichts mehr gesagt hatte? Vermutlich. Aber warum ärgerte ihn das jetzt so?\n„Normalerweise müsste ich jetzt schnell meinen kleinen Bruder von der Schule abholen, aber heut haben die Ferien angefangen“, sagte der Otter unvermittelt mit einem weiteren Blick auf die Uhr.\nLärm im Becken vor ihnen. Ein Team hatte einen spektakulären Wurf gemacht. Tobi überlegte, was er sagen könnte, aber ihm fiel einfach nichts ein. Wie blöd war das denn? Wieder ärgerte er sich über sich selbst, als er einfach nur „Hmm“ machte.\n„Na, ich werd mich mal trotzdem auf den Weg machen“, sagte der Otter und stützte sich mit den Armen ab.\nGrr, dachte sich Tobi, jetzt hast du‘s geschafft.\n„Kommst du denn nächste Woche wieder?“\n„Ja, sicherlich“, sagte Tobi wie aus der Pistole geschossen und fragte sich im selben Moment wieso er das tat.\n„Na denn…“, meinte der Otter und war nun aufgestanden. „Bis dann.“\n„Warte“, brachte Tobi beim Aufstehen heraus und keuchte dabei seiner Meinung nach viel zu sehr. „Wie heißt du denn?“\n„Ich bin Julian“, sagte der Otter, als er sich noch einmal umdrehte und Tobis Blick für einen winzigen Moment wieder mit seinen dunklen, tiefen Augen streifte. Dann ging er in Richtung der Duschen. Sein kräftiger Otterschwanz wiegte hypnotisierend hin und her und der Fuchs schaute ihm lange nach.\n\nDer Schwimmbadlärm um Tobi herum war zu einem monotonen Rauschen geworden, weshalb der sich erschrak, als ein älterer, dicker Wolf, ihn mit einem unfreundlichen Kommentar zur Seite schob. Der Fuchs schüttelte seinen Kopf und lief zu den Bänken, um seine Sachen zu holen. Vielleicht war Julian noch in der Umkleide und er konnte mit ihm doch noch ins Gespräch kommen. Er vergaß, sich bei den anderen zu verabschieden und ging zügig zum Ausgang, sein Handtuch und die Shampooflaschen in den Armen.\n\nAls er in den Duschraum blickte, war niemand dort. Fix stellte er sich unter das kalte Wasser und spürte, wie er wieder ganz im Hier und Jetzt ankam. Nach der Dusche tippelte er zur Umkleide und meinte gerade noch einen Otterschwanz am Ausgang bemerkt zu haben. Mit einem tiefen Seufzer fing er ganz durcheinander an, sich abzutrocknen und wieder anzuziehen.\n\nAuf dem Weg nach Hause ging ihm vieles durch den Kopf, sehr häufig allerdings tauchten vor seinem geistigen Auge zwei dunkelbraune, freundliche Augen und eine warme Pfote auf seiner Schulter auf.\n\n\n\n[u]-Kapitel 2-[/u]\n\nZwei Tage später war das graue, regnerische Wetter einem klaren, blauen Himmel gewichen. Die blasser werdende Sonne konnte die kühle Morgenluft nicht mehr ganz vertreiben und der Wind zerrte mit brausenden Böen an den Bäumen.\n\nTobi saß auf seinem Bett und packte einen der immer noch verschlossenen Umzugskartons aus. Bisher hatte er diesem Zimmer noch nicht viel von seiner Persönlichkeit anvertraut. Die weißen Wände bekamen im blassgelben Licht der Mittagssonne eine behaglich anmutende Farbe. Sein Zimmer gefiel ihm. Höchste Zeit also, es richtig einzurichten.\n\nIm Karton vor sich bekam er ein paar Taschenbücher zu fassen, hauptsächlich alte Abenteuerromane, die er gern immer wieder las. Darunter kamen Erinnerungsstücke zum Vorschein, die er damals in seinem alten Zimmer auf einem Regal aufgereiht hatte. Rundgeschliffene Steine und Muscheln vom Strand, ein Stück Holz, auf dem etwas eingeritzt war und ein etwa ellenlanger Knochen. Den hatte ihm sein bester Schulfreund Lars zum Abschied vor zwei Wochen geschenkt. Damals waren er und der weiße Wolf oft im Steinbruch auf Entdeckungsreise gewesen und sie waren lange der Überzeugung, einen echten Dinosaurierknochen gefunden zu haben.\n\nLars hatte erster erfahren, dass Tobi schwul war und er war von allen am besten damit umgegangen. Nach Tobis Bekenntnis ihm gegenüber hatte er gesagt: „Weißt du, das hab ich schon irgendwie gewusst in den letzten Jahren. Aber das ändert nichts zwischen uns, oder?“\n\nTobi war froh, dass sein Freund ihn in schwierigen Situationen, die vor allem in der Schule vorkamen, immer in Schutz nahm. Doch leider war Lars nicht mit ihm umgezogen. Mit einem kleinen Seufzer legte er den Knochen auf das noch leere Regal über seinem Bett. Gedankenverloren fuhr er fort, mit seiner materiell manifestierten Vergangenheit das Zimmer zu dekorieren, doch etwas wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Es waren diese schönen, freundlichen Augen, die ihn so gefesselt hatten, als Julian ihn ansah. Er spürte ein leichtes Schauern bei der Erinnerung an diesen Blick, er konnte wieder die Wärme der kurzen Berührung an seiner Schulter spüren. Was war los mit ihm?\n„Bei dem tollen Wetter könntest du dir ja auch mal die Stadt ansehen, Tobias“, schlug seine Mutter vor, die eben mit einem Schuhkarton ins Zimmer kam.\nTobi sah verwirrt hoch und sagte dann „Ja, ja.“\n„In dem Karton ist glaube ich deine Musik. Ich stell ihn hier hin.“\n\nNachdem sie das Zimmer verlassen hatte, saß Tobi immer noch da und schaute aus dem Fenster. Er hatte noch nie jemanden geliebt. So richtig mit Beziehung und all dem, wovon die anderen in der Schule so oft sprachen. War er schon einmal verliebt gewesen? Nagut, in seiner Klasse fand er so einige Kandidaten ziemlich süß, aber die waren alle Hetero. Max zum Beispiel, der hatte immer Hosen mit Camouflage-Muster und vielen Taschen an und dazu oft dunkle, bedruckte T-Shirts von Rockgruppen. In der Umkleide hatte Tobi schon öfters einen verstohlenen Blick auf sein weißes, weiches Bauchfell und seine buschige Rute geworfen und dabei peinlicherweise eine Erektion bekommen, aber der Wolf hatte natürlich auch eine Freundin.\n\nUnd an Alex erinnerte sich Tobi auch noch sehr gut. Der war ein ruhiger, intelligenter Löwe und die beiden hatten viel Spaß gehabt, wenn sie nächtelang bei ihm zu Hause Computer gespielt hatten. Manchmal waren sie dabei eingeschlafen und Tobi konnte dann kaum den Drang unterdrücken, den schlummernden Löwen zu berühren.\n\nVielleicht war es doch keine so schlechte Idee, in die Stadt zu gehen. Bis jetzt hatte er nichts davon gesehen, es waren Ferien, die Sonne schien; es konnte also ein schöner Tag werden.\n\n\n[u]-Kapitel 3-[/u]\n\nZwei Stunden später stand Tobi mit einer voller Einkaufstüte an einem Steg und trank eine heiße Schokolade. Hier hatte man wirklich einen schönen Blick über den Hafen und die ganze Bucht glitzerte im Licht der tief stehenden Sonne. Tobi ließ sich die leichte Brise um die Schnauze wehen und schnupperte die Seeluft. Da meinte er, aus dem Augenwinkel jemanden etwas weiter links am Geländer stehen zu sehen. War das…? Es war ein Otter. Er trug einen grauen Kapuzenpulli und eine dunkelblaue Jeans mit Seitentaschen, die ziemlich eng saß.\n\nTobi wusste auf einmal nicht, was er tat. Er stieß sich leicht vom Geländer ab und wandte sich zum gehen, da fiel ihm seine Einkaufstüte ein. Sowas Dummes aber auch. Er sah gerade noch, wie der Otter zu ihm herüber blickte und nun war sich Tobi sicher: Das war Julian! Schnell packte er die Tüte und ging zügig in Richtung Bushaltestelle. Wieso tat er das? Sicher hatte er sich geirrt und es war gar nicht Julian. Und wenn doch? Eigentlich wollte er den Otter wieder sehen, aber das kam jetzt etwas plötzlich. Tobi merkte, dass ihm das Herz bis zum Hals schlug. Sowas Lächerliches. Er zwang sich, langsamer zu gehen und atmete tief durch - ihm war verdammt heiß geworden unter seiner dicken Jacke. Und dann kam auf einmal ein kleiner Funken Mut in ihm auf. Vielleicht sollte er zurück gehen zum Steg? Vielleicht wollte er zurückgehen!\nUnd das tat er auch. Er drehte sich um und schlenderte in Richtung Wasser. Hektisch suchten seine Augen das Geländer ab, doch von dem Otter war nichts zu sehen. Tobi ließ die Ohren ein wenig hängen und ging langsamer. Das war aber auch blöd von ihm gewesen.\n\nEr holte sich noch einen Kakao an dem Stand in der Nähe und setzte sich auf die Stufen, die zur Promenade herunter führten. Das Getränk wärmte seine Pfoten, doch ihm war trotzdem ein wenig kalt. Gedankenversunken beobachtete er die Wellen auf dem Wasser.\n\nNach zehn Minuten stand er auf und wandte sich zum Gehen. Da traute er seinen Augen nicht: Dort, nur einige Meter entfernt an einem Fahrradständer, stand Julian. Und er schaute ihn direkt an! Tobis Magen machte eine Rolle rückwärts. Jetzt musste er reagieren. Und er tat, was ihm in diesem Moment als passend erschien: Er winkte und wedelte ein wenig mit dem Schwanz.\n\n„Hey“, rief Julian zu ihm herüber und winkte zurück. Tobis Herz rutschte nach unten und plumpste irgendwo in seine Eingeweide.\nDer Otter hatte gerade sein Fahrrad von einem Schloss befreit und hängte dieses nun an den Lenker. Tobi wollte zu ihm herüber gehen, aber er konnte sich keinen Millimeter von der Stelle bewegen. Julian schob sein Fahrrad auf den gepflasterten Weg und lenkte seine Schritte direkt auf Tobi zu, der immer noch schwanzwedelnd und scheu dastand.\n\n„Na Fuchs? Was machst du denn hier?“ begann Julian, als er mit seinem blauen Trekkingrad neben Tobi zum stehen kam. Er selbst trug den grauen Kapuzenpulli und die Jeans, die Tobi schon am Steg gesehen hatte. Es war also wirklich Julian gewesen, vor dem er geflohen war. Wie peinlich.\n„Oh, ich… ich hab mir die Stadt angeschaut und ein wenig eingekauft“, antwortete Tobi überraschend lässig, doch innerlich war ihm abwechselnd heiß und kalt. Er blickte kurz nach oben und sagte dann: „Das Wetter ist ja auch glücklicherweise besser geworden…“. Das Wetter?! Er tratschte wie seine Oma!\n„Ja, bei dem Himmel musste ich unbedingt raus und ein paar Fotos schießen“, meinte Julian mit einer Geste auf eine Kameratasche, die mit einem Riemen über die Schulter auf seinem Rücken hing. Er sah echt unglaublich cool aus mit der schwarzen Schirmmütze, die verkehrt herum auf seinem Kopf saß und seinen kompliziert anmutenden Sportschuhen. „Warst du schon einmal bei der Mole? Da hat man einen wunderbaren Blick auf die Bauminsel, gerade jetzt, wo die Sonne bald untergeht.“\n„Nee, da war ich noch gar nicht“, sagte Tobi. Er musste sich zwingen, Julian nicht weiter anzustarren und schaute in Ermangelung von Alternativen nach rechts und links. „Ich hab früher auch gern Fotos gemacht, aber die gute Kamera hab ich jetzt nicht mehr.“\n„Hast du Lust, dir ein paar von meinen anzugucken?“ fragte ihn Julian und legte seine Pfote auf die Kameratasche. „Ich könnte sie dir auf dem Computer zeigen.“\nTobis Herz schien an seinen rechten Fleck zurückhüpfen zu wollen, schoss aber anscheinend über sein Ziel hinaus und klopfte nun blöderweise in seinem Hals weiter. „Oh, ja. Aber ich wollte auch bald nach Hause“, fing Tobi an und fragte sich gleichzeitig, warum er so ein Feigling war. Was war denn dabei?\n„Wo musst du denn längs?“ fragte der Otter.\n„Mit dem Bus nach Sandweg.“\n„Oh hey, da wohn ich doch nur zwei Straßen weiter! Dann gehen wir zu dir!“ grinste Julian und seine tiefbraunen Augen funkelten. „Aber du hast kein Fahrrad… na dich schmalen Fuchs hält meins schon aus. Komm, steig auf!“\n\nDer Otter schwang sich über das Rad und deutete auf den stabilen Gepäckträger. Tobi schluckte. Ihm ging das etwas schnell. „Meinst du? Meine Tüte hier muss aber auch mit.“\n„Kein Problem, ich hab doch die Kameratasche“, sagte Julian. „Und nun komm!“\nTobi gab ihm die kleine Tüte und erschrak. Hoffentlich bemerkte Julian sein Zögern nicht und hoffentlich sah er nicht hinein! Unser Fuchs hatte sich nämlich in der Stadt eine sehr enge, knallrote Badehose gekauft.\n\nAber Julian ließ sich nichts anmerken, nahm die Tüte und stopfte sie in seine Kameratasche. Tobi setzte sich währenddessen vorsichtig auf den Gepäckträger.\n„Und festhalten!“ zwinkerte ihm Julian noch zu, bevor er auch schon in die Pedale trat. Einem Reflex folgend schlang Tobi beide Arme um den Bauch des Otters und zog die Beine an. Nach ein paar Metern Fahrt bemerkte er, dass Julian kicherte und schnell zog Tobi seine Pfoten zur Seite und legte sie an Julians Flanken. „Das hat gekitzelt“, meinte dieser noch und trat dann stärker in die Pedale.\n\nSo flitzten sie über den breiten Radweg und ihr schon lang gewordener Schatten glitt vorweg. Im Fahrtwind wehte Tobi frische, angenehm kühle Luft um die Nase und sein buschiger Schwanz flatterte hinter den beiden her. Es ging eine Weile die Hauptstraße entlang, dann an einer Kreuzung rechts und schließlich eine lange, gerade Strecke bergab. Julian legte sich flacher über den Lenker und rief: „Gut festhalten!“ Tobi klammerte sich an ihn und drückte seinen Kopf an den Rücken des Otters. Normalerweise hätte er Angst gehabt, so schnell fuhr er nie, und so schloss er die Augen, hörte den Wind brausen und Julians Herz klopfen und fühlte sich auf einmal, als strömte alles Glück der Welt als sausender Fahrtwind durch sein Fell. „Jiihaa!“ rief er auf einmal und legte den Kopf in den Nacken. Er vertraute Julians Fahrkünsten und hatte überhaupt keine Angst mehr. Julian stimmte mit ein und so erreichten sie beide lachend das Ende des Hügels und die Gegend, in der Tobi wohnte.\n„Hast du einen Computer in deinem Zimmer?“ fragte Julian.\n\nTobi war noch etwas außer Atem und es dauerte ein wenig, bis er sich erinnerte, dass Julian wirklich vorhatte, zu ihm nach Hause zu kommen! Und sein Computer… nun, das war ein neues Problem. Er hatte einen kaum bekleideten, muskulösen Wolf als Bildschirmhintergrund, und von seinen gesammelten Yiffbildern befanden sich so einige direkt in Ordnern auf dem Desktop – er war eben ein Fuchs!\n\n„Ja hab ich. Da vorne ist es übrigens schon“, antwortete er und deutete auf ein gelbes Einfamilienhaus.\n\n\n[u]-Kapitel 4-[/u]\n\n„Tut mir Leid, mein Zimmer ist noch nicht fertig“ sagte Tobi gerade, als er einen Stuhl aus der Küche herein schob. Julian hatte sich aufs Bett gesetzt und eine Pfote in dem Schuhkarton mit den CDs vergraben. „Ich darf doch?“ fragte er überflüssigerweise und sah den Fuchs schief grinsend an. Tobi schluckte und nickte stumm. Er begann, es zu bereuen. Aber halt, eigentlich hatte der Otter sich ja bei ihm eingeladen! Etwas verunsichert schaltete der Fuchs seinen Computer ein. Während er wartete, begann das Schweigen etwas unbehaglich zu werden. Der Otter raschelte in den Sachen auf Tobis Bett herum und dem gefiel das eigentlich gar nicht so recht...\n\n„Was zum... o-ho-ho-hooooo!“ kam auf einmal vom Bett her Julians Stimme. Tobis Herz setzte aus. Die Tüte mit der neuen Badehose, er hatte sie auch dort hingelegt! In seinen Ohren begann es zu rauschen und sein Kopf wurde ganz heiß als er sich langsam umdrehte. Julian grinste ihn äußerst frech an und hielt mit beiden Pfoten tatsächlich die Badehose hoch. „Das Ding hier ist ja noch enger als das, was du heute anhattest! Und auf Rot stehst du auch noch, hm?“ Tobi schluckte und atmete zitternd ein. In seinem Kopf wirbelten die Wörter umher, aber er bekam keines zu fassen. Er schluckte abermals und sah Julian in die Augen, die schelmisch blitzen. Alles egal, Flucht nach vorne.\n\nEr hörte sich auf einmal sagen: „Ja, also, ich... ja ich steh auf sowas...“\n\nAlles egal, weiter, trieb er sich in Gedanken an, es rauschte in seinen Ohren.\n\n„Und auf dich!“\n\nGleich, nachdem die Worte seine Schnauze verlassen hatten, presste er sie zu und schloss wie aus einem Reflex heraus die Augen. Er hörte seinen eigenen Atem, seinen rasanten Herzschlag und sonst nichts. Er kannte diesen Otter doch gar nicht, und jetzt sowas! Was war nur mit ihm los?\n\nTobi saß zusammengekauert in seinem Schreibtischstuhl. Nach einer Weile merkte er, dass es wohl auch Julian die Sprache verschlagen hatte. Er blinzelte vorsichtig und sah, dass der Otter aufgestanden war und sich über ihn gebeut hatte. Seine Augen waren Tobi so nahe, wie noch nie.\n\n„Jetzt hast du mich aber sprachlos gemacht“ flüsterte Julian und wandte seinen Blick nicht von dem Fuchs ab. Im Gegenteil, sein Gesicht kam dem von Tobi immer näher. Und näher. Ihre Nasen berührten sich schon fast. Tobis Gedanken rasten jetzt nicht mehr, sondern bildeten nur noch einen großen Strom, der weit weg brauste und toste. Er konnte nicht ausweichen, nicht weglaufen. Und das gefiel ihm auf einmal. Nichts würde etwas ändern, nichts konnte das hier aufhalten. Nicht mal eine Schüchternheit und seine Angst.\n\n\n[u]-Kapitel 5-[/u]\n\n2:54. Dunkel ansonsten. Rote digitale Ziffern blendeten Tobis verschlafene Augen. Er blinzelte und versuchte sich darüber klar zu werden, wo er war. In seinem Bett? Er lag auf der Seite, sein Kopf auf dem Kissen...und auf einem Arm?! Er wand sich etwas und spürte die Wärme unter der Bettdecke, die Matratze und definitiv einen weichen, warmen Körper hinter sich. Julian! Der Otter hatte einen Arm unter Tobis Kopf und einen über seiner Hüfte liegen und atmete ruhig und gleichmäßig. Sie waren aneinander gekuschelt eingeschlafen! Der Fuchs lag allerdings gefährlich nahe an der Bettkante, und das hatte ihn vielleicht auch aufgeweckt. Tobi wand sich ein wenig und versuchte, sich auf den Rücken zu legen. Der Otter gab dabei leise Geräusche von sich, bewegte die Arme im Schlaf und ließ seine linke Pfote dann auf Tobis Bauch liegen.\n\nMit der Orientierung kam auch die Aufregung wieder. Julians Pfote auf seinem Bauch war zwar ein wunderbar schönes Gefühl, aber es sorgte auch für ein anschwellendes Kribbeln überall in seinem Körper. Bilder huschten in der Dunkelheit seines geistigen Auges vorbei, aber es fiel im immer noch schwer, irgend einen klaren Gedanken zu fassen. Es war mitten in der Nacht! Und er lag mit diesem wunderbaren, kuscheligen Typen im seinem Bett, in seinem Zimmer, in dem er noch heute Morgen so allein und verloren gesessen hatte.\n\nDer Fuchs wollte gerade versuchen, sich mit tiefen, ruhigen Atemzügen zu beruhigen, da flüsterte es links neben seinem Ohr auf einmal „Hey“. Tobi reagierte mit einem etwas zu starken Ruck, aber da konnte er wohl nichts für. Sein rechter Arm griff ins Leere, er verlor das Gleichgewicht, verhedderte sich mit den Beinen in der Bettdecke und plumpste mit Kopf und Oberkörper aus dem Bett auf den Teppichboden. „Oh hey hey hey, so war das nicht gemeint Kleiner“, versicherte Julian. Tobi spürte wie er sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Leise kicherte er und versuchte, sich vom Boden hoch und wieder ins Bett zu begeben.\n\nAls er Julian auf der Seite gegenüber lag, grinste dieser im Halbdunkel ziemlich breit. „Was war das denn, du Schreckfuchs?“ Tobi flüsterte „Ach, nichts passiert“ und hatte auf einmal den Drang, seine Schnauze in Julians weichem Brustfell zu vergraben. Er schob seinen Kopf vor und kuschelte sich dicht an den Otter, der ihn wieder mit seinen Armen umschloss. Er fühlte sich plötzlich ganz sicher und seine Gedanken waren nur noch von vagem, unfassbaren Glück gefüllt. Wie die Sonne, die unter Wasser leuchtende Formen und Muster zaubert, dachte er.",
  "writing_bbcode_parsed": "<span style='word-wrap: break-word;'><span class='font_title'>Wasserscheu?</span><br /><br /><span class='underline'>-Kapitel 1-</span><br /><br />Tobi sp&uuml;rte den kalten Wind in sein Fell wehen - es war bereits Herbst geworden. Die Stra&szlig;en waren noch nass vom letzten Regenguss und die ersten Bl&auml;tter lagen auch schon auf den Gehwegen und am Stra&szlig;enrand. Nach 10 Minuten Fu&szlig;weg durch die kleine Stadt, in die er mit seiner Mutter erst k&uuml;rzlich gezogen war, kam er auch schon am &ouml;rtlichen Hallenbad an. Das Schwimmteam, bei dem er sich den Tag zuvor angemeldet hatte, schien bereits vor dem Hallenbad zu warten. Mit seinen fast 18 Jahren fand Tobi, dass er ruhig etwas an Muskeln zulegen k&ouml;nnte, so d&uuml;nn wie er war. Tobi ging auf die Gruppe zu, der Wind verwuschelte sein Fell und brauste in seinen Ohren. <br /><br />Als er sich vor der Glast&uuml;r dazustellte, fiel ihm bereits auf, dass das Schwimmteam ausschlie&szlig;lich aus Ottern bestand und sofort f&uuml;hlte er sich fehl am Platz. Dieses Gef&uuml;hl verst&auml;rkte sich dadurch, dass die mit ihm auf Einlass wartenden Otter ihn komplett ignorierten.<br /><br />Wie kam er &uuml;berhaupt auf die Idee, sich bei einem Schwimmteam anzumelden? Er war durchaus ein passabler Schwimmer und schon als kleiner Welpe hatte er sich im Wasser wohlgef&uuml;hlt. In den Sommertagen war er fast jeden Tag im Freibad seiner Heimatstadt gewesen, jedoch eigentlich immer nur um Spa&szlig; zu haben, um zu tauchen und vom Beckenrand ins Wasser zu springen so dass es laut platschte. Auf Zeit mehrere Bahnen zu schwimmen kam ihm eigentlich nie in den Sinn.<br /><br />Je mehr Tobi dar&uuml;ber nachdachte, desto d&auml;mlicher kam ihm seine Idee vor, sich ausgerechnet bei einem Schwimmteam anzumelden, von dem er vorab schon wusste, dass es den Mitgliedern vornehmlich um Leistung statt um den Spa&szlig; am Schwimmen selber ging.<br /><br />Grade als Tobi sich entschlossen hatte, dass es wohl das Beste w&auml;re, wenn er sich leise zur&uuml;ck nach Hause schleichen w&uuml;rde um seine Anmeldung r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, kam einer der Otter direkt auf ihn zu. Er war ein wenig gr&ouml;&szlig;er als Tobi, um die 20 rum und durch sein enges T-Shirt konnte Tobi jene Muskelgruppen erkennen, wie sie f&uuml;r Leistungsschwimmer typisch waren. <br /><br />Er selbst war eher wenig muskul&ouml;s, nicht schm&auml;chtig sondern ziemlich durchschnittlich. Tobi fand jedoch, dass er durchaus gut aussehend war, was ihm auch &ouml;fters von ordin&auml;r hinter ihm her pfeifenden W&ouml;lfen best&auml;tig wurde.<br />Der Otter musterte ihn jetzt von oben nach unten. Tobi konnte in seiner Miene durchaus etwas Absch&auml;tziges ausmachen. <br />&bdquo;Hi, bist du der Neue?&ldquo; fragte der Otter relativ schroff.<br />Verunsichert durch die raue Begr&uuml;&szlig;ung, stammelte Tobi: &bdquo;Ja&hellip; Hi, &auml;h&hellip; ich bin Tobi.&ldquo;<br />&bdquo;Hm, sonderlich sportlich siehst du ja nicht gerade aus, wollen wir mal hoffen, dass du nicht auch noch wasserscheu bist, Fuchs.&ldquo; <br />Lachend und ohne sich vorgestellt zu haben wandte sich der Otter wieder ab und ging als erster in das Schwimmbadgeb&auml;ude, gefolgt von den anderen Ottern. Tobi blieb unsicher und mit h&auml;ngenden Ohren zur&uuml;ck und war kurz davor, einfach wieder zur&uuml;ck nach Haus zugehen. Als der letzte der Otter fast schon in der T&uuml;r verschwand, drehte er sich noch einmal zu Tobi um und sagte l&auml;chelnd: &bdquo;Hey! Bist du festgewachsen, Fuchs? Denk dir nichts dabei, Andrei ist immer so drauf.&ldquo; F&uuml;r einen kleinen Moment lang sah er Tobi mit seinen dunkelbraunen Augen direkt an und Tobi konnte nicht anders, als ihn ein paar Sekunden l&auml;nger als gew&ouml;hnlich anzuschauen.<br /><br />Dann folgte er der Ottergruppe ins Schwimmbad, direkt zu den Umkleidekabinen, da man als Schwimmteammitglied keinen Eintritt zu bezahlen brauchte. Die Umkleidekabine, die dem Schwimmteam zugeteilt war, war nat&uuml;rlich eine Gruppenumkleidekabine. Da bereits alle Otter in der Umkleide verschwunden waren, fasste Tobi sich ein Herz und folgte ebenfalls in den Raum. Der Boden war mit den f&uuml;r Schwimmb&auml;der &uuml;blichen kalten, rauen Kacheln verflie&szlig;t, die W&auml;nde bestanden aus Schlie&szlig;f&auml;chern, links, rechts und in der Mitte standen B&auml;nke, auf denen die Otter bereits anfingen, sich auszuziehen. Schell suchte sich Tobi einen noch freien Platz zwischen zwei Ottern, auf der Bank mitten im Raum. Als sich der Fuchs hinsetzte und grade anfing, seine Sportschuhe auszuziehen, standen die beiden Otter schon auf und schlossen ihre Sachen weg. Er besch&auml;ftigte sich weiter mit seinen Schuhen. Nachdem er Schuhe und Socken ausgezogen hatte, entledigte er sich seines T-Shirts. Mit einer beil&auml;ufigen Pfotenbewegung strich er sein weiches Bauchfell glatt. Dann stockte er mitten in der Bewegung. <br /><br />Er hatte vergessen, sich seine Badehose unter seiner normalen Hose zu ziehen. Sofort err&ouml;tete er, was man gl&uuml;cklicherweise unter seinem dichten Fell nicht sehen konnte. Ein Blick nach vorn verriet ihm, dass die meisten Otter sich bereits fertig umgezogen hatten, da sie im Gegensatz zu ihm ihre engen Badehosen bereits zu Hause angezogen hatten. F&uuml;r die sich deutlich darunter abzeichnenden Formen der Otter hatte er jetzt keinen Blick.<br />Tobi &uuml;berlegte, dass es das Beste w&auml;re, sich einfach weiter auszuziehen und nichts weiter anmerken zu lassen. Was war auch schon dabei? Sicher kam es auch vor, dass mal ein Otter keine Zeit hatte, sich die Badehose vorher unterzuziehen. Mit diesen Gedanken im Kopf zog der Fuchs jetzt seine Hose aus, darauf bedacht, nicht hektisch zu wirken oder sich seine Unsicherheit anmerken zu lassen. <br /><br />Sobald er die Hose runtergezogen hatte, f&uuml;hlte er sich, als w&uuml;rden ihn pl&ouml;tzlich alle Otter anstarren. Aus dem Augenwinkel meinte er sogar zu erkennen, wie Andrei, der mit zwei anderen Ottern grade die Kabine verlie&szlig;, innehielt und ihn jetzt ebenfalls mit seinen Blicken durchbohrte.<br /><br />Nur noch seine d&uuml;nne pinke Unterhose verdeckte Tobis M&auml;nnlichkeit und es schien, als w&uuml;rden die Otter nur drauf warten, dass er auch diese H&uuml;lle fallen lie&szlig;. Er f&uuml;hlte sich extrem unwohl unter seinem Fell und w&auml;re am liebsten im Boden versunken oder einfach davongerannt, aber das waren jetzt keine Optionen.<br /><br />Obgleich Tobi seinen Striptease als extrem dem&uuml;tigend empfand, kribbelte es ihm auch in seinem Bauch und w&auml;re er etwas entspannter gewesen, w&auml;re das anf&auml;ngliche Bauchkribbeln sicherlich zu ein paar schmutzigen Gedanken gut&nbsp;&nbsp;gewesen.<br /><br />So blieb ihm nichts anderes &uuml;brig, als nun auch seine Unterhose herunter zuziehen. Die Otter vor ihm hatten nun freie Sicht auf seine wei&szlig;e Felltasche und die darunter h&auml;ngenden B&auml;llchen, w&auml;hrend die hinter ihm stehenden Otter einen ausgezeichneten Blick auf sein knackiges Hinterteil hatten. Er k&auml;mpfte gegen seinen Instinkt an, seine Ohren anzulegen und den Schweif zwischen die Beine zu stecken. Als zu allem &Uuml;berfluss noch einer der Otter hinter ihm einen Pfiff ausstie&szlig;, konnte sich Tobi nicht mehr beherrschen und legte instinktiv mit einem leisen Winseln seine Ohren an. <br /><br />Im gleichen Moment &ouml;ffnete sich die T&uuml;r und der Trainer, ein gutaussehender Wolf um die 25 knurrte: &bdquo;Macht mal hin, K&auml;tzchen, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!&ldquo; Und schlug die T&uuml;r wieder zu. Den kurzen Moment nutze Tobi, um sich schnell seine rote Badehose anzuziehen. Die Badehose h&auml;tte zwar ruhig noch eine Nummer gr&ouml;&szlig;er ausfallen k&ouml;nnen, aber auf jeden Fall besser als nackt da zu stehen. Tobi fasste wieder Mut und eilte den Ottern hinterher, die z&uuml;gig die Umkleide verlie&szlig;en.<br /><br />Das Schwimmbad war nicht sehr gut besucht, was vermutlich am Wetter lag: Jemand, der nass werden wollte, brauchte ja nur vor die T&uuml;r zu gehen. Das Schwimmerbecken war in der Mitte durch eine Kette aus rot-wei&szlig;en Kugeln getrennt, sodass das Schimmteam freie Bahn hatte. Einige H&uuml;ndinnen waren im Nichtschwimmerbecken damit besch&auml;ftigt, ihre l&auml;rmenden Welpen zur Ordnung zu rufen.<br /><br />Das Training begann mit ein paar Aufw&auml;rm&uuml;bungen vor dem Beckenrand. Angeleitet von dem Wolf, den alle nur Trainer nannten und der sich Tobi gegen&uuml;ber auch nicht weiter vorgestellt hatte. Bei jenen Verrenkungen, die zur Auflockerung der Muskeln und Sehnen dienen, f&uuml;hlte sich Tobi erneut unwohl. Insbesonders bei einer &Uuml;bung, bei der er stehend mit den Pfoten an seine F&uuml;&szlig;e reichen sollte, sodass sein Hinterteil in die Luft ragte. Ein Blick nach Hinten verriet Tobi, dass auf einer Bank eine Gruppe zumeist &auml;lterer W&ouml;lfe sa&szlig;, die mit schelmischen Blicken das junge Schwimmteam be&auml;ugten.<br /><br />Nach den Dehn&uuml;bungen, ging es endlich ins Wasser. Mit einem gemurmelten &bdquo;300 Meter aufw&auml;rmen&ldquo; gab der Trainer scheinbar das Startsignal. Sofort sprangen die Otter in kurzen Intervallen von einem kleinen Startpodest kopf&uuml;ber und formvollendet ins Wasser. Tobi war der Letzte in der Reihe, wor&uuml;ber er eigentlich auch ganz froh war, sodass die Otter nicht seinen mi&szlig;gl&uuml;ckten Kopfsprung sehen konnten, der gegen die grazi&ouml;sen Bewegungen der wassererprobten Otter mehr als plump wirkte. Der Rest des Trainings verlief unspektakul&auml;r. Es wurden mehrere Schwimmstile ge&uuml;bt. Die Standartstile wie Kraul-, R&uuml;cken- und Brustschwimmen beherrschte Tobi zwar, war aber offensichtlich nicht grade schnell, da er immer als letzter die Bahnen vollendete, sodass die Otter schon teils ungeduldig auf ihn warteten. Insgesamt wurden im Training fast 2 Kilometer Schwimmstrecke absolviert, mehr als Tobi je in seinem Leben am St&uuml;ck geschwommen war. Demnach war er auch nach den abschlie&szlig;enden 100 Metern Kraulschwimmen sichtlich ersch&ouml;pft.<br /><br />Nach dem Training gab es immer eine freiwillige Runde Wasserball f&uuml;r alle, die sich noch nicht genug ausgetobt hatten. Tobi zog sich am Beckenrand hoch und setzte sich darauf, w&auml;hrend die meisten Otter schon in Teams zusammenfanden.<br /><br />Der kr&auml;ftige Otter mit den breiten Schultern, der gerade den Wasserball in den Pfoten hielt, hob diesen kurz etwas h&ouml;her und Blickte fragend, zugleich aber auch herausfordernd in Tobis Richtung. Der Fuchs sch&uuml;ttelte den Kopf und winkte ab. Daf&uuml;r hatte er keine Kraft mehr und bestimmt war er auch &uuml;berhaupt nicht gut in dem Spiel.<br />W&auml;hrend Tobi geistesabwesend &uuml;ber das Becken und die spielenden Otter starrte, dachte er &uuml;ber die vergangene Stunde nach. Mehrmals hatte er sich gew&uuml;nscht, er k&ouml;nne aufh&ouml;ren und nach Hause gehen. Vielleicht war das wirklich eine bl&ouml;de Idee gewesen. Er fror ein wenig und wollte gerade aufstehen, um sich abzutrocknen, da legte sich ihm eine warme Pfote auf die Schulter.<br /><br />&bdquo;Tobi, richtig?&ldquo; sagte jemand neben ihm.<br />&bdquo;Mh?&ldquo;<br />Der Fuchs schaute nach oben und erkannte den Otter mit den ruhigen, dunklen Augen. Dieser setzte sich neben Tobi auf den Beckenrand und warf einen Blick auf die gro&szlig;e Uhr an der gegen&uuml;berliegenden Wand.<br />&bdquo;Hab noch nicht viele F&uuml;chse schwimmen sehen. Du warst nicht schlecht, sch&auml;tze ich&ldquo;, l&auml;chelte er und schaute dabei an die Decke.<br />&bdquo;Danke. Ich&hellip; bin immer gern geschwommen&ldquo;, meinte Tobi verlegen und schluckte dabei. Warum klang seine Stimme so merkw&uuml;rdig? Weil er seit einer halben Stunde nichts mehr gesagt hatte? Vermutlich. Aber warum &auml;rgerte ihn das jetzt so?<br />&bdquo;Normalerweise m&uuml;sste ich jetzt schnell meinen kleinen Bruder von der Schule abholen, aber heut haben die Ferien angefangen&ldquo;, sagte der Otter unvermittelt mit einem weiteren Blick auf die Uhr.<br />L&auml;rm im Becken vor ihnen. Ein Team hatte einen spektakul&auml;ren Wurf gemacht. Tobi &uuml;berlegte, was er sagen k&ouml;nnte, aber ihm fiel einfach nichts ein. Wie bl&ouml;d war das denn? Wieder &auml;rgerte er sich &uuml;ber sich selbst, als er einfach nur &bdquo;Hmm&ldquo; machte.<br />&bdquo;Na, ich werd mich mal trotzdem auf den Weg machen&ldquo;, sagte der Otter und st&uuml;tzte sich mit den Armen ab.<br />Grr, dachte sich Tobi, jetzt hast du&lsquo;s geschafft.<br />&bdquo;Kommst du denn n&auml;chste Woche wieder?&ldquo;<br />&bdquo;Ja, sicherlich&ldquo;, sagte Tobi wie aus der Pistole geschossen und fragte sich im selben Moment wieso er das tat.<br />&bdquo;Na denn&hellip;&ldquo;, meinte der Otter und war nun aufgestanden. &bdquo;Bis dann.&ldquo;<br />&bdquo;Warte&ldquo;, brachte Tobi beim Aufstehen heraus und keuchte dabei seiner Meinung nach viel zu sehr. &bdquo;Wie hei&szlig;t du denn?&ldquo;<br />&bdquo;Ich bin Julian&ldquo;, sagte der Otter, als er sich noch einmal umdrehte und Tobis Blick f&uuml;r einen winzigen Moment wieder mit seinen dunklen, tiefen Augen streifte. Dann ging er in Richtung der Duschen. Sein kr&auml;ftiger Otterschwanz wiegte hypnotisierend hin und her und der Fuchs schaute ihm lange nach.<br /><br />Der Schwimmbadl&auml;rm um Tobi herum war zu einem monotonen Rauschen geworden, weshalb der sich erschrak, als ein &auml;lterer, dicker Wolf, ihn mit einem unfreundlichen Kommentar zur Seite schob. Der Fuchs sch&uuml;ttelte seinen Kopf und lief zu den B&auml;nken, um seine Sachen zu holen. Vielleicht war Julian noch in der Umkleide und er konnte mit ihm doch noch ins Gespr&auml;ch kommen. Er verga&szlig;, sich bei den anderen zu verabschieden und ging z&uuml;gig zum Ausgang, sein Handtuch und die Shampooflaschen in den Armen.<br /><br />Als er in den Duschraum blickte, war niemand dort. Fix stellte er sich unter das kalte Wasser und sp&uuml;rte, wie er wieder ganz im Hier und Jetzt ankam. Nach der Dusche tippelte er zur Umkleide und meinte gerade noch einen Otterschwanz am Ausgang bemerkt zu haben. Mit einem tiefen Seufzer fing er ganz durcheinander an, sich abzutrocknen und wieder anzuziehen.<br /><br />Auf dem Weg nach Hause ging ihm vieles durch den Kopf, sehr h&auml;ufig allerdings tauchten vor seinem geistigen Auge zwei dunkelbraune, freundliche Augen und eine warme Pfote auf seiner Schulter auf.<br /><br /><br /><br /><span class='underline'>-Kapitel 2-</span><br /><br />Zwei Tage sp&auml;ter war das graue, regnerische Wetter einem klaren, blauen Himmel gewichen. Die blasser werdende Sonne konnte die k&uuml;hle Morgenluft nicht mehr ganz vertreiben und der Wind zerrte mit brausenden B&ouml;en an den B&auml;umen.<br /><br />Tobi sa&szlig; auf seinem Bett und packte einen der immer noch verschlossenen Umzugskartons aus. Bisher hatte er diesem Zimmer noch nicht viel von seiner Pers&ouml;nlichkeit anvertraut. Die wei&szlig;en W&auml;nde bekamen im blassgelben Licht der Mittagssonne eine behaglich anmutende Farbe. Sein Zimmer gefiel ihm. H&ouml;chste Zeit also, es richtig einzurichten.<br /><br />Im Karton vor sich bekam er ein paar Taschenb&uuml;cher zu fassen, haupts&auml;chlich alte Abenteuerromane, die er gern immer wieder las. Darunter kamen Erinnerungsst&uuml;cke zum Vorschein, die er damals in seinem alten Zimmer auf einem Regal aufgereiht hatte. Rundgeschliffene Steine und Muscheln vom Strand, ein St&uuml;ck Holz, auf dem etwas eingeritzt war und ein etwa ellenlanger Knochen. Den hatte ihm sein bester Schulfreund Lars zum Abschied vor zwei Wochen geschenkt. Damals waren er und der wei&szlig;e Wolf oft im Steinbruch auf Entdeckungsreise gewesen und sie waren lange der &Uuml;berzeugung, einen echten Dinosaurierknochen gefunden zu haben.<br /><br />Lars hatte erster erfahren, dass Tobi schwul war und er war von allen am besten damit umgegangen. Nach Tobis Bekenntnis ihm gegen&uuml;ber hatte er gesagt: &bdquo;Wei&szlig;t du, das hab ich schon irgendwie gewusst in den letzten Jahren. Aber das &auml;ndert nichts zwischen uns, oder?&ldquo;<br /><br />Tobi war froh, dass sein Freund ihn in schwierigen Situationen, die vor allem in der Schule vorkamen, immer in Schutz nahm. Doch leider war Lars nicht mit ihm umgezogen. Mit einem kleinen Seufzer legte er den Knochen auf das noch leere Regal &uuml;ber seinem Bett. Gedankenverloren fuhr er fort, mit seiner materiell manifestierten Vergangenheit das Zimmer zu dekorieren, doch etwas wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Es waren diese sch&ouml;nen, freundlichen Augen, die ihn so gefesselt hatten, als Julian ihn ansah. Er sp&uuml;rte ein leichtes Schauern bei der Erinnerung an diesen Blick, er konnte wieder die W&auml;rme der kurzen Ber&uuml;hrung an seiner Schulter sp&uuml;ren. Was war los mit ihm?<br />&bdquo;Bei dem tollen Wetter k&ouml;nntest du dir ja auch mal die Stadt ansehen, Tobias&ldquo;, schlug seine Mutter vor, die eben mit einem Schuhkarton ins Zimmer kam.<br />Tobi sah verwirrt hoch und sagte dann &bdquo;Ja, ja.&ldquo;<br />&bdquo;In dem Karton ist glaube ich deine Musik. Ich stell ihn hier hin.&ldquo;<br /><br />Nachdem sie das Zimmer verlassen hatte, sa&szlig; Tobi immer noch da und schaute aus dem Fenster. Er hatte noch nie jemanden geliebt. So richtig mit Beziehung und all dem, wovon die anderen in der Schule so oft sprachen. War er schon einmal verliebt gewesen? Nagut, in seiner Klasse fand er so einige Kandidaten ziemlich s&uuml;&szlig;, aber die waren alle Hetero. Max zum Beispiel, der hatte immer Hosen mit Camouflage-Muster und vielen Taschen an und dazu oft dunkle, bedruckte T-Shirts von Rockgruppen. In der Umkleide hatte Tobi schon &ouml;fters einen verstohlenen Blick auf sein wei&szlig;es, weiches Bauchfell und seine buschige Rute geworfen und dabei peinlicherweise eine Erektion bekommen, aber der Wolf hatte nat&uuml;rlich auch eine Freundin.<br /><br />Und an Alex erinnerte sich Tobi auch noch sehr gut. Der war ein ruhiger, intelligenter L&ouml;we und die beiden hatten viel Spa&szlig; gehabt, wenn sie n&auml;chtelang bei ihm zu Hause Computer gespielt hatten. Manchmal waren sie dabei eingeschlafen und Tobi konnte dann kaum den Drang unterdr&uuml;cken, den schlummernden L&ouml;wen zu ber&uuml;hren.<br /><br />Vielleicht war es doch keine so schlechte Idee, in die Stadt zu gehen. Bis jetzt hatte er nichts davon gesehen, es waren Ferien, die Sonne schien; es konnte also ein sch&ouml;ner Tag werden.<br /><br /><br /><span class='underline'>-Kapitel 3-</span><br /><br />Zwei Stunden sp&auml;ter stand Tobi mit einer voller Einkaufst&uuml;te an einem Steg und trank eine hei&szlig;e Schokolade. Hier hatte man wirklich einen sch&ouml;nen Blick &uuml;ber den Hafen und die ganze Bucht glitzerte im Licht der tief stehenden Sonne. Tobi lie&szlig; sich die leichte Brise um die Schnauze wehen und schnupperte die Seeluft. Da meinte er, aus dem Augenwinkel jemanden etwas weiter links am Gel&auml;nder stehen zu sehen. War das&hellip;? Es war ein Otter. Er trug einen grauen Kapuzenpulli und eine dunkelblaue Jeans mit Seitentaschen, die ziemlich eng sa&szlig;.<br /><br />Tobi wusste auf einmal nicht, was er tat. Er stie&szlig; sich leicht vom Gel&auml;nder ab und wandte sich zum gehen, da fiel ihm seine Einkaufst&uuml;te ein. Sowas Dummes aber auch. Er sah gerade noch, wie der Otter zu ihm her&uuml;ber blickte und nun war sich Tobi sicher: Das war Julian! Schnell packte er die T&uuml;te und ging z&uuml;gig in Richtung Bushaltestelle. Wieso tat er das? Sicher hatte er sich geirrt und es war gar nicht Julian. Und wenn doch? Eigentlich wollte er den Otter wieder sehen, aber das kam jetzt etwas pl&ouml;tzlich. Tobi merkte, dass ihm das Herz bis zum Hals schlug. Sowas L&auml;cherliches. Er zwang sich, langsamer zu gehen und atmete tief durch - ihm war verdammt hei&szlig; geworden unter seiner dicken Jacke. Und dann kam auf einmal ein kleiner Funken Mut in ihm auf. Vielleicht sollte er zur&uuml;ck gehen zum Steg? Vielleicht wollte er zur&uuml;ckgehen!<br />Und das tat er auch. Er drehte sich um und schlenderte in Richtung Wasser. Hektisch suchten seine Augen das Gel&auml;nder ab, doch von dem Otter war nichts zu sehen. Tobi lie&szlig; die Ohren ein wenig h&auml;ngen und ging langsamer. Das war aber auch bl&ouml;d von ihm gewesen.<br /><br />Er holte sich noch einen Kakao an dem Stand in der N&auml;he und setzte sich auf die Stufen, die zur Promenade herunter f&uuml;hrten. Das Getr&auml;nk w&auml;rmte seine Pfoten, doch ihm war trotzdem ein wenig kalt. Gedankenversunken beobachtete er die Wellen auf dem Wasser.<br /><br />Nach zehn Minuten stand er auf und wandte sich zum Gehen. Da traute er seinen Augen nicht: Dort, nur einige Meter entfernt an einem Fahrradst&auml;nder, stand Julian. Und er schaute ihn direkt an! Tobis Magen machte eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts. Jetzt musste er reagieren. Und er tat, was ihm in diesem Moment als passend erschien: Er winkte und wedelte ein wenig mit dem Schwanz.<br /><br />&bdquo;Hey&ldquo;, rief Julian zu ihm her&uuml;ber und winkte zur&uuml;ck. Tobis Herz rutschte nach unten und plumpste irgendwo in seine Eingeweide.<br />Der Otter hatte gerade sein Fahrrad von einem Schloss befreit und h&auml;ngte dieses nun an den Lenker. Tobi wollte zu ihm her&uuml;ber gehen, aber er konnte sich keinen Millimeter von der Stelle bewegen. Julian schob sein Fahrrad auf den gepflasterten Weg und lenkte seine Schritte direkt auf Tobi zu, der immer noch schwanzwedelnd und scheu dastand.<br /><br />&bdquo;Na Fuchs? Was machst du denn hier?&ldquo; begann Julian, als er mit seinem blauen Trekkingrad neben Tobi zum stehen kam. Er selbst trug den grauen Kapuzenpulli und die Jeans, die Tobi schon am Steg gesehen hatte. Es war also wirklich Julian gewesen, vor dem er geflohen war. Wie peinlich.<br />&bdquo;Oh, ich&hellip; ich hab mir die Stadt angeschaut und ein wenig eingekauft&ldquo;, antwortete Tobi &uuml;berraschend l&auml;ssig, doch innerlich war ihm abwechselnd hei&szlig; und kalt. Er blickte kurz nach oben und sagte dann: &bdquo;Das Wetter ist ja auch gl&uuml;cklicherweise besser geworden&hellip;&ldquo;. Das Wetter?! Er tratschte wie seine Oma!<br />&bdquo;Ja, bei dem Himmel musste ich unbedingt raus und ein paar Fotos schie&szlig;en&ldquo;, meinte Julian mit einer Geste auf eine Kameratasche, die mit einem Riemen &uuml;ber die Schulter auf seinem R&uuml;cken hing. Er sah echt unglaublich cool aus mit der schwarzen Schirmm&uuml;tze, die verkehrt herum auf seinem Kopf sa&szlig; und seinen kompliziert anmutenden Sportschuhen. &bdquo;Warst du schon einmal bei der Mole? Da hat man einen wunderbaren Blick auf die Bauminsel, gerade jetzt, wo die Sonne bald untergeht.&ldquo;<br />&bdquo;Nee, da war ich noch gar nicht&ldquo;, sagte Tobi. Er musste sich zwingen, Julian nicht weiter anzustarren und schaute in Ermangelung von Alternativen nach rechts und links. &bdquo;Ich hab fr&uuml;her auch gern Fotos gemacht, aber die gute Kamera hab ich jetzt nicht mehr.&ldquo;<br />&bdquo;Hast du Lust, dir ein paar von meinen anzugucken?&ldquo; fragte ihn Julian und legte seine Pfote auf die Kameratasche. &bdquo;Ich k&ouml;nnte sie dir auf dem Computer zeigen.&ldquo;<br />Tobis Herz schien an seinen rechten Fleck zur&uuml;ckh&uuml;pfen zu wollen, schoss aber anscheinend &uuml;ber sein Ziel hinaus und klopfte nun bl&ouml;derweise in seinem Hals weiter. &bdquo;Oh, ja. Aber ich wollte auch bald nach Hause&ldquo;, fing Tobi an und fragte sich gleichzeitig, warum er so ein Feigling war. Was war denn dabei?<br />&bdquo;Wo musst du denn l&auml;ngs?&ldquo; fragte der Otter.<br />&bdquo;Mit dem Bus nach Sandweg.&ldquo;<br />&bdquo;Oh hey, da wohn ich doch nur zwei Stra&szlig;en weiter! Dann gehen wir zu dir!&ldquo; grinste Julian und seine tiefbraunen Augen funkelten. &bdquo;Aber du hast kein Fahrrad&hellip; na dich schmalen Fuchs h&auml;lt meins schon aus. Komm, steig auf!&ldquo;<br /><br />Der Otter schwang sich &uuml;ber das Rad und deutete auf den stabilen Gep&auml;cktr&auml;ger. Tobi schluckte. Ihm ging das etwas schnell. &bdquo;Meinst du? Meine T&uuml;te hier muss aber auch mit.&ldquo;<br />&bdquo;Kein Problem, ich hab doch die Kameratasche&ldquo;, sagte Julian. &bdquo;Und nun komm!&ldquo;<br />Tobi gab ihm die kleine T&uuml;te und erschrak. Hoffentlich bemerkte Julian sein Z&ouml;gern nicht und hoffentlich sah er nicht hinein! Unser Fuchs hatte sich n&auml;mlich in der Stadt eine sehr enge, knallrote Badehose gekauft.<br /><br />Aber Julian lie&szlig; sich nichts anmerken, nahm die T&uuml;te und stopfte sie in seine Kameratasche. Tobi setzte sich w&auml;hrenddessen vorsichtig auf den Gep&auml;cktr&auml;ger.<br />&bdquo;Und festhalten!&ldquo; zwinkerte ihm Julian noch zu, bevor er auch schon in die Pedale trat. Einem Reflex folgend schlang Tobi beide Arme um den Bauch des Otters und zog die Beine an. Nach ein paar Metern Fahrt bemerkte er, dass Julian kicherte und schnell zog Tobi seine Pfoten zur Seite und legte sie an Julians Flanken. &bdquo;Das hat gekitzelt&ldquo;, meinte dieser noch und trat dann st&auml;rker in die Pedale.<br /><br />So flitzten sie &uuml;ber den breiten Radweg und ihr schon lang gewordener Schatten glitt vorweg. Im Fahrtwind wehte Tobi frische, angenehm k&uuml;hle Luft um die Nase und sein buschiger Schwanz flatterte hinter den beiden her. Es ging eine Weile die Hauptstra&szlig;e entlang, dann an einer Kreuzung rechts und schlie&szlig;lich eine lange, gerade Strecke bergab. Julian legte sich flacher &uuml;ber den Lenker und rief: &bdquo;Gut festhalten!&ldquo; Tobi klammerte sich an ihn und dr&uuml;ckte seinen Kopf an den R&uuml;cken des Otters. Normalerweise h&auml;tte er Angst gehabt, so schnell fuhr er nie, und so schloss er die Augen, h&ouml;rte den Wind brausen und Julians Herz klopfen und f&uuml;hlte sich auf einmal, als str&ouml;mte alles Gl&uuml;ck der Welt als sausender Fahrtwind durch sein Fell. &bdquo;Jiihaa!&ldquo; rief er auf einmal und legte den Kopf in den Nacken. Er vertraute Julians Fahrk&uuml;nsten und hatte &uuml;berhaupt keine Angst mehr. Julian stimmte mit ein und so erreichten sie beide lachend das Ende des H&uuml;gels und die Gegend, in der Tobi wohnte.<br />&bdquo;Hast du einen Computer in deinem Zimmer?&ldquo; fragte Julian.<br /><br />Tobi war noch etwas au&szlig;er Atem und es dauerte ein wenig, bis er sich erinnerte, dass Julian wirklich vorhatte, zu ihm nach Hause zu kommen! Und sein Computer&hellip; nun, das war ein neues Problem. Er hatte einen kaum bekleideten, muskul&ouml;sen Wolf als Bildschirmhintergrund, und von seinen gesammelten Yiffbildern befanden sich so einige direkt in Ordnern auf dem Desktop &ndash; er war eben ein Fuchs!<br /><br />&bdquo;Ja hab ich. Da vorne ist es &uuml;brigens schon&ldquo;, antwortete er und deutete auf ein gelbes Einfamilienhaus.<br /><br /><br /><span class='underline'>-Kapitel 4-</span><br /><br />&bdquo;Tut mir Leid, mein Zimmer ist noch nicht fertig&ldquo; sagte Tobi gerade, als er einen Stuhl aus der K&uuml;che herein schob. Julian hatte sich aufs Bett gesetzt und eine Pfote in dem Schuhkarton mit den CDs vergraben. &bdquo;Ich darf doch?&ldquo; fragte er &uuml;berfl&uuml;ssigerweise und sah den Fuchs schief grinsend an. Tobi schluckte und nickte stumm. Er begann, es zu bereuen. Aber halt, eigentlich hatte der Otter sich ja bei ihm eingeladen! Etwas verunsichert schaltete der Fuchs seinen Computer ein. W&auml;hrend er wartete, begann das Schweigen etwas unbehaglich zu werden. Der Otter raschelte in den Sachen auf Tobis Bett herum und dem gefiel das eigentlich gar nicht so recht...<br /><br />&bdquo;Was zum... o-ho-ho-hooooo!&ldquo; kam auf einmal vom Bett her Julians Stimme. Tobis Herz setzte aus. Die T&uuml;te mit der neuen Badehose, er hatte sie auch dort hingelegt! In seinen Ohren begann es zu rauschen und sein Kopf wurde ganz hei&szlig; als er sich langsam umdrehte. Julian grinste ihn &auml;u&szlig;erst frech an und hielt mit beiden Pfoten tats&auml;chlich die Badehose hoch. &bdquo;Das Ding hier ist ja noch enger als das, was du heute anhattest! Und auf Rot stehst du auch noch, hm?&ldquo; Tobi schluckte und atmete zitternd ein. In seinem Kopf wirbelten die W&ouml;rter umher, aber er bekam keines zu fassen. Er schluckte abermals und sah Julian in die Augen, die schelmisch blitzen. Alles egal, Flucht nach vorne.<br /><br />Er h&ouml;rte sich auf einmal sagen: &bdquo;Ja, also, ich... ja ich steh auf sowas...&ldquo;<br /><br />Alles egal, weiter, trieb er sich in Gedanken an, es rauschte in seinen Ohren.<br /><br />&bdquo;Und auf dich!&ldquo;<br /><br />Gleich, nachdem die Worte seine Schnauze verlassen hatten, presste er sie zu und schloss wie aus einem Reflex heraus die Augen. Er h&ouml;rte seinen eigenen Atem, seinen rasanten Herzschlag und sonst nichts. Er kannte diesen Otter doch gar nicht, und jetzt sowas! Was war nur mit ihm los?<br /><br />Tobi sa&szlig; zusammengekauert in seinem Schreibtischstuhl. Nach einer Weile merkte er, dass es wohl auch Julian die Sprache verschlagen hatte. Er blinzelte vorsichtig und sah, dass der Otter aufgestanden war und sich &uuml;ber ihn gebeut hatte. Seine Augen waren Tobi so nahe, wie noch nie.<br /><br />&bdquo;Jetzt hast du mich aber sprachlos gemacht&ldquo; fl&uuml;sterte Julian und wandte seinen Blick nicht von dem Fuchs ab. Im Gegenteil, sein Gesicht kam dem von Tobi immer n&auml;her. Und n&auml;her. Ihre Nasen ber&uuml;hrten sich schon fast. Tobis Gedanken rasten jetzt nicht mehr, sondern bildeten nur noch einen gro&szlig;en Strom, der weit weg brauste und toste. Er konnte nicht ausweichen, nicht weglaufen. Und das gefiel ihm auf einmal. Nichts w&uuml;rde etwas &auml;ndern, nichts konnte das hier aufhalten. Nicht mal eine Sch&uuml;chternheit und seine Angst.<br /><br /><br /><span class='underline'>-Kapitel 5-</span><br /><br />2:54. Dunkel ansonsten. Rote digitale Ziffern blendeten Tobis verschlafene Augen. Er blinzelte und versuchte sich dar&uuml;ber klar zu werden, wo er war. In seinem Bett? Er lag auf der Seite, sein Kopf auf dem Kissen...und auf einem Arm?! Er wand sich etwas und sp&uuml;rte die W&auml;rme unter der Bettdecke, die Matratze und definitiv einen weichen, warmen K&ouml;rper hinter sich. Julian! Der Otter hatte einen Arm unter Tobis Kopf und einen &uuml;ber seiner H&uuml;fte liegen und atmete ruhig und gleichm&auml;&szlig;ig. Sie waren aneinander gekuschelt eingeschlafen! Der Fuchs lag allerdings gef&auml;hrlich nahe an der Bettkante, und das hatte ihn vielleicht auch aufgeweckt. Tobi wand sich ein wenig und versuchte, sich auf den R&uuml;cken zu legen. Der Otter gab dabei leise Ger&auml;usche von sich, bewegte die Arme im Schlaf und lie&szlig; seine linke Pfote dann auf Tobis Bauch liegen.<br /><br />Mit der Orientierung kam auch die Aufregung wieder. Julians Pfote auf seinem Bauch war zwar ein wunderbar sch&ouml;nes Gef&uuml;hl, aber es sorgte auch f&uuml;r ein anschwellendes Kribbeln &uuml;berall in seinem K&ouml;rper. Bilder huschten in der Dunkelheit seines geistigen Auges vorbei, aber es fiel im immer noch schwer, irgend einen klaren Gedanken zu fassen. Es war mitten in der Nacht! Und er lag mit diesem wunderbaren, kuscheligen Typen im seinem Bett, in seinem Zimmer, in dem er noch heute Morgen so allein und verloren gesessen hatte.<br /><br />Der Fuchs wollte gerade versuchen, sich mit tiefen, ruhigen Atemz&uuml;gen zu beruhigen, da fl&uuml;sterte es links neben seinem Ohr auf einmal &bdquo;Hey&ldquo;. Tobi reagierte mit einem etwas zu starken Ruck, aber da konnte er wohl nichts f&uuml;r. Sein rechter Arm griff ins Leere, er verlor das Gleichgewicht, verhedderte sich mit den Beinen in der Bettdecke und plumpste mit Kopf und Oberk&ouml;rper aus dem Bett auf den Teppichboden. &bdquo;Oh hey hey hey, so war das nicht gemeint Kleiner&ldquo;, versicherte Julian. Tobi sp&uuml;rte wie er sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Leise kicherte er und versuchte, sich vom Boden hoch und wieder ins Bett zu begeben.<br /><br />Als er Julian auf der Seite gegen&uuml;ber lag, grinste dieser im Halbdunkel ziemlich breit. &bdquo;Was war das denn, du Schreckfuchs?&ldquo; Tobi fl&uuml;sterte &bdquo;Ach, nichts passiert&ldquo; und hatte auf einmal den Drang, seine Schnauze in Julians weichem Brustfell zu vergraben. Er schob seinen Kopf vor und kuschelte sich dicht an den Otter, der ihn wieder mit seinen Armen umschloss. Er f&uuml;hlte sich pl&ouml;tzlich ganz sicher und seine Gedanken waren nur noch von vagem, unfassbaren Gl&uuml;ck gef&uuml;llt. Wie die Sonne, die unter Wasser leuchtende Formen und Muster zaubert, dachte er.</span>",
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